Eine gute Entscheidung: Moderne Wärmepumpen sind klimafreundlich und sparen viel Energie!

Wärmepumpen sind ein echter Energiewende-Champion: Sie nutzen Wärmequellen aus Luft, Boden, Wasser aber auch Abwärmequellen in der Produktion und der Infrastruktur von Unternehmen, wie z.B. aus der Kühlung von Servern, um Verwaltungsgebäude und Produktionsgebäude und -Prozesse kostengünstig und umweltfreundlich zu beheizen. Wärmepumpen können dabei aus einer Einheit elektrischer Antriebsenergie drei bis zu fünf Einheiten Wärmeenergie erzeugen.

Was macht eine hocheffiziente Wärmepumpe aus?

Herausfordernd ist dabei die Spreu vom Weizen zu trennen: Das Angebot an unterschiedlichsten Wärmepumpen ist immens. Ein wichtiger Richtwert bei der Produktauswahl ist der COP-Wert (Coefficient of Performance) und die JAZ (Jahresarbeitszahl) der Wärmepumpe. Sehr vereinfacht gesagt, bieten Wärmepumpen mit hohem COP- und JAZ-Wert hohe Effizienz. Wenn Sie dann noch sicherstellen, dass Ihre Rahmenbedingungen stimmen (niedrige Temperaturen Ihrer Prozesse, die Sie mit der Wärmepumpe mit Wärme versorgen und hohe Temperaturen der Wärmequellen) haben Sie eine hervorragende Ausgangssituation für einen hocheffizienten Betrieb Ihrer Wärmepumpe.

Was müssen Sie bei der Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen beachten?

Prinzipiell gilt: Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe hängt insbesondere von der gewählten Technologie, dem Temperaturniveau ihrer Wärmequelle (möglichst hoch) und dem gewünschten Temperaturniveau (möglichst niedrig) Ihrer Anwendung, die von der Wärmepumpe versorgt werden sollen, ab. Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die am Markt üblichen Technologien:

Eine Erdwärmepumpe, häufig auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt, entzieht dem Boden Wärme über Bohrungen oder Sondenfelder und gibt diese an die Heizung oder Prozess ab. Bohrungen sind aufwändig, bieten jedoch Wärmequellen mit konstant hohen Temperaturen, damit hohe COP und JAZ Werte. Neben den reinen Gerätekosten müssen die Erschließung der geothermischen Wärmequelle mittels Erdsonden und die Installation als Kosten mitgedacht werden. Hinzu kommen individuelle Erschließungskosten sowie Gutachten bzw. Genehmigungen hinzu.

Eine Wasser-Wasser Wärmepumpe nutzt die konstante Temperatur des oberflächennahen Grundwasservorkommens oder Abwärme aus Wasser- oder sonstigen Rückkühlprozessen häufig mit attraktiven COP und JAZ-Werten aus. Die chemische Aggressivität und die Belastung der Wärmequelle mit Verschmutzungen beeinflussen die Investitionskosten und damit die Wirtschaftlichkeit. Ebenso dürfen insbesondere bei Nutzung von Grundwasserwärme Erschließungskosten sowie Gutachten bzw. Genehmigungen in die Investitionsrechnung einbezogen werden.

Eine Luft-Luft Wärmepumpen gewinnt in Gebäuden Wärme aus der Umgebungsluft und weist häufig geringere Anschaffungskosten gegenüber den vorgenannten Technologien auf. Allerdings hat diese Wärmepumpe häufig geringere COP und JAZ-Werte. Diese Werte und die Wirtschaftlichkeit verbessern sich, wenn mittels einer Luft-Luft-Wärmepumpe Abluft aus Prozessen mit geringer Schadstoffbelastung aber gleichbleibend höheren Temperaturen genutzt werden kann.

 

Wie finanziere ich eine Wärmepumpe?

Die gute Nachricht: Die Investitionskosten für die Anschaffung einer Wärmepumpe müssen Sie nicht allein tragen. Bund und Länder stellen in einer Reihe von Förderprogrammen attraktive Zuschüsse für Wärmepumpen-Projekte in Aussicht.

Weiter können Sie gerade bei komplexeren Projekten Energiedienstleister anfragen: diese tragen die Investitionen, kümmern sich um Planung und effizienten Betrieb und rechnen Ihnen die nachgewiesenen Energieeinsparungen bzw. einen Wärmepreis für die Wärmebereitstellung ab. Ihr Vorteil dabei: die Investition belastet weder Ihre Kreditlinie noch Ihre Capex-Kosten.